Vuurtoren Trail Ameland

Vuurtoren Trail Ameland

windig – das Wort beschreibt das Laufwochenende auf Ameland ziemlich gut. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 70km/h war mein erster Trailrun nicht unanstrengend. Mein Ziel habe ich trotzdem erreicht.

Trailrunning – auf unwegsamen Gelände, unbefestigten Wegen und der Natur eiskalt ausgesetzt laufen, was für ein Spaß, warum habe ich das eigentlich nicht früher ausprobiert? Mein erster Trailrun führt mich nach Ameland. Schuld daran ist Sascha Kowalski, auf seinem Instagram Profil habe ich das erste Mal vom Vuurtoren Trail gelesen und war sofort begeistert. Ameland, das kleine Eiland vor der Küste der Niederlande mit seinen bestechenden Fahrrad- und Wanderwegen.

Vor gut drei Jahren hat meine Frau mir diese Insel das erste Mal gezeigt. Früher ist sie jedes Jahr mit ihrer Familie nach Ameland gefahren. Ich war von Anfang an gefangen von der entschleunigenden Kraft von Ameland. Vom Leuchtturm in Hollum bis zum Naturschutzgebiet Roepsheide misst die Insel gerade mal XX Kilometer. Wunderbar, um sich auf’s Rad zu schwingen und die Natur zu genießen. Egal ob man dabei an einem Tag die gesamte Insel sieht oder nur bis zum nächsten Strand fährt.

Diesmal ging es also zum Laufen auf die Insel. 12 Kilometer habe ich für den Anfang ausgewählt. Es gibt daneben auch 6k, 18k, 35k sowie 60k. Außerdem einen Kids Trail und einen Cani Trail, den man mit dem besten Freund des Menschen absolvieren kann.

228 LäuferInnen gingen mit mir für die 12k an den Start, der erste Kilometer ging auf Asphalt raus aus Hollum in Richtung Leuchtturm durch ein Waldstück und dann durch die Dünen gegen den Wind. Hier ist mir das Atmen sehr schwer gefallen und ich sparte mir Energie für den Strand. Dort angekommen gab der Rückenwind Auftrieb und Geschwindigkeit. Ich habe versucht möglichst auf festem, nassem Sand zu Laufen um nicht zu stark einzusinken und Geschwindigkeit zu verlieren.

Vom Strand zurück in Richtung Leuchtturm sollte es dann nochmal anstrengend werden. Es ging wieder durch ein Waldstück, das von zahlreichen Hügeln gespickt war. Es war ein ständiges Auf und Ab, das an meinen letzten Reserven nagte. Hier wurde ich von drei Mitstreitern überholt, die ich auch auf der langen Gerade Richtung Ziel – natürlich mit Gegenwind – nicht mehr erwischen konnte.

So blieb es am Ende bei Platz 11 für mich mit einer Nettozeit von 58:10 – unter einer Stunde, das war mein Ziel. Mit der Medaille in der Jubiläumsedition vom Vuurtoren Trail um den Hals konnte ich nicht mehr aufhören zu grinsen. Der erste Trail war für mich persönlich ein voller Erfolg. Es hat riesig Spaß gemacht, es hat mich gefordert und das Drumherum war stimmig. Alle Freiwilligen waren sehr hilfsbereit und motivierend. Ein großes Lob dafür.

Abends haben meine Frau und ich uns das LED LENSER Trails in Motion Film Festival angesehen. Sechs Filme über besondere Trails und TrailrunnerInnen, welche Lust auf mehr machen.

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